Nudelteig verzeiht keine groben Abweichungen. Das Verhältnis von Mehl zu Ei — oder bei eierfreien Varianten zu Wasser — bestimmt Konsistenz, Rollbarkeit und Biss des fertigen Gebäcks. Wer für zwei Personen statt für vier kocht und einfach alle Zutaten halbiert, ohne die Teigfamilie im Blick zu haben, riskiert einen Teig, der reißt, klebt oder sich nicht ausrollen lässt. Der Rechner löst dieses Problem, indem er das jeweilige Grundverhältnis auf die eingegebene Personenzahl überträgt und den vollständigen Rechenweg offenlegt.
Die wichtigsten Teigfamilien und ihre Grundverhältnisse
Nudelteige folgen keiner einheitlichen Formel. Je nach Tradition, Mehltyp und geplantem Gericht gelten unterschiedliche Verhältnisse als Ausgangspunkt:
Teigfamilie
Typisches Grundverhältnis
Kennzeichen
Eiernudelteig (klassisch)
100 g Mehl pro Ei (ca. 55 g)
geschmeidig, gelblich, für Tagliatelle, Lasagne
Eigelb-Teig (reich)
100 g Mehl auf 3–4 Eigelb
intensiv, samtig, für Tajarin oder gefüllte Pasta
Wasserteig (eifrei)
100 g Hartweizengrieß, ca. 45–50 ml Wasser
bissfest, für Orecchiette, Cavatelli
Semolina-Ei-Teig
50 g Mehl + 50 g Hartweizengrieß pro Ei
griffiger als reiner Weichweizenteig, gut rollbar
Spinatteig
100 g Mehl, 1 Ei, ca. 30 g abgetropfter Spinat
Farbgebung, leicht veränderte Feuchtigkeitsbilanz
Diese Verhältnisse sind Ausgangspunkte, keine starren Regeln. Luftfeuchtigkeit, Mehlproteingehalt und Eiklasse beeinflussen den tatsächlichen Bedarf minimal — der Rechenweg des Rechners macht nachvollziehbar, wo Sie bei Bedarf manuell korrigieren.
Wie der Rechenweg funktioniert
Der Rechner arbeitet mit einem festen Portionsgewicht als Ankerpunkt: Als Richtwert gilt bei Pasta als Hauptgericht ein Rohteiggewicht von etwa 100–120 g pro Person, als Beilage oder Vorspeise rund 60–80 g. Daraus ergibt sich:
Mehlanteil = Gesamtteiggewicht ÷ (1 + Verhältnisfaktor der Teigfamilie)
Ei- oder Flüssigkeitsmenge = Gesamtteiggewicht − Mehlanteil
Bei Eimengen, die sich nicht auf ganze Eier runden lassen, weist der Rechner den Eigelbanteil separat aus oder empfiehlt, mit einem zusätzlichen Teelöffel Wasser auszugleichen. Der angezeigte Rechenweg bleibt in allen Fällen vollständig sichtbar, sodass Sie die Logik auf andere Rezeptvarianten übertragen können.
Ihr Einstieg in die Berechnung
Wählen Sie zunächst die Teigfamilie, die Ihrem geplanten Gericht entspricht. Falls Sie unsicher sind, welcher Teig zu welchem Format passt, liefert der Abschnitt Nudelteig-Grundlagen einen kompakten Überblick. Geben Sie anschließend die Personenzahl ein und entscheiden Sie, ob Pasta Haupt- oder Beilagengericht sein soll — der Rechner passt das Portionsgewicht automatisch an. Das Ergebnis zeigt Mehl, Eier und Flüssigkeit jeweils in Gramm sowie den vollständigen Rechenweg, den Sie für eigene Anpassungen direkt übernehmen können.
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