Nach der deutschen Teigwaren-Verordnung darf ein Hersteller seine Nudeln nur dann als Eiernudeln oder „mit Ei" deklarieren, wenn pro Kilogramm Grieß mindestens 4 Vollei eingearbeitet wurden — das entspricht rund 200 Gramm flüssigem Ei. Steht also „mit 4 Eiern" auf der Packung, signalisiert das genau dieses gesetzliche Minimum.
Einige Hersteller setzen freiwillig mehr ein und drucken dann Angaben wie „mit 6 Eiern" oder „mit 8 Eiern" auf die Verpackung. Je höher die Zahl, desto mehr Ei pro Kilogramm Grieß — und entsprechend intensiver sind Farbe, Geschmack und Bindung der Nudeln.
Warum der Ei-Anteil die Pasta verändert
Eiweiß und Lecithin im Vollei wirken als natürliche Binder und verändern die Teigstruktur. Höherer Ei-Anteil bewirkt:
kräftigere Gelbfärbung durch das Eigelb
festere, bissfestere Konsistenz nach dem Kochen
leicht erhöhten Proteingehalt pro Portion
Nudeln ohne Ei-Deklaration — also klassische Hartweizengrieß-Nudeln — enthalten gar keine oder nur minimale Mengen Ei und sind nach EU-Kennzeichnungsrecht entsprechend neutral etikettiert.
Was Sie beim Kauf beachten sollten
Prüfen Sie beim Blick auf die Zutatenliste, ob Vollei oder nur Trockenei angegeben ist — beides ist zulässig, Flüssig- oder Frischei gilt aber als hochwertiger. Für Rezepte, die eine feste Teigstruktur erfordern (z. B. Spätzle-Variationen oder gratinierte Nudelgerichte), lohnen sich Sorten mit 6 oder mehr Eiern. Für einfache Alltagsgerichte sind die Standardnudeln mit 4 Eiern vollkommen ausreichend.
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